Das soziale Rezept ist ein Mittel für Gesundheitsfachkräfte, um Patienten und Patientinnen mit einer Reihe von nicht medizinischen Dienstleistungen in der Gemeinde in Verbindung zu bringen, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern.
Dies kann dazu beitragen, die zugrunde liegenden Ursachen für Probleme auf Ebene der Gesundheit und des Wohlbefindens anzugehen, anstatt nur die Symptome zu behandeln. Somit ist das soziale Rezept ein ganzheitlicher Ansatz in der Gesundheitsversorgung, der eine gemeindebasierte integrierte Versorgung fördert.
Ein Angebot von:
Während den Vorbereitungen für diese Webinarreihe wurden wir auf ein EU-Projekt zu social prescribing aufmerksam gemacht.
4. März 2026 | 12h30 bis 13h30 | Auf Englisch
Social Prescribing verstehen: Was wir heute wissen
In diesem ersten Webinar möchten wir die Grundlagen des social prescribing dazulegen
- Um was geht es überhaupt, was für Formen gibt es
- Soziales Rezept vs. Sozialarbeit in der Hausarztpraxis
- Fördert social prescribing die integrierte Versorgung
- und ihre Fragen
Diverse Beiträge zum Social prescribing befinden sich weiter unten. Aine Carroll möchte diese mit folgendem Artikel ergänzen:
21. April 2026 | 12h30 bis 13h30 | Auf Deutsch mit französischer Verdolmetschung
So funktioniert Social Prescribing: Praxisbeispiele aus der Schweiz
- Sandro Speck, Ärztlicher Leiter und Mitinhaber in einer multidisziplinären Praxis
Anwendungsbeispiel in einer Hausarztpraxis - Bodo Bichsel, Projektleiter, Strategische Unternehmensentwicklung, Stadtspital Zürich: Anwendungsbeispiel mit dem Link Worker
- Heidi Zübelin, Sozialarbeiterin: Anwendungsbeispiel der REAS – Regionale Anlaufstellen, hier das Beispiel Schaffhausen
19. Mai 2026 | 12h30 bis 13h30 | Auf Deutsch mit französischer Verdolmetschung
Social Prescribing fördern – wie gelingt das in der Schweiz?
Anhand von Leitfragen wird diskutiert, wer in der Schweiz welche Weichen stellen muss, um das soziale Rezept in der Schweiz zu verankern.
Mitdiskutieren werden unter anderem:
- Thomas Pfluger, Co-Programmleiter bei Connect!
- Franziska Ehrler, Leiterin Sozial- und Gesellschaftspolitik beim Schweizerischen Städteverband
Eva Wegmüller, Stv. Geschäftsführung und Teamleitung SOMEKO, Spitex Oberes Langetental et Gesundheitsnetzwerk Oberaargau
Leider hat sich die Aufzeichnung dieses Webinars im WorldWideWeb verloren und wir entschuldigen uns dafür.
Gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten haben wir folgende Zusammenfassung der wichtigsten Punkte erstellt:
Zusammenfassung vom Webinar: Social Prescribing fördern – wie gelingt das in der Schweiz?
Die Referenten und Referentinnen haben folgende Punkte genannt, die in der Schweiz nötig sind, um das soziale Rezept zu fördern:
- An bestehende Rahmenbedingungen und Angebote anknüpfen (es ist genau zu klären, ob es etwas braucht und wenn ja was es zusätzlich braucht)
- Klein anfangen (mit einer bestimmten Zielgruppe oder einer kleinen Gruppe von Akteuren) und anschliessend skalieren
- Vernetzung ist professionelle Arbeit und muss finanziert werden.
- Rollen und Zuständigkeiten wahrnehmen und klären (klare Koordinations- und Vermittlungsstrukturen)
- das gesellschaftliche Bewusstsein dafür, dass Gemeinschaft wichtig für die Gesundheit ist.
- Partizipativer Aufbau der Initiativen
- ein gelebtes bio-psycho-soziales Gesundheitsverständnis über alle Lebensphasen hinweg.
- echte interprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
- gemeinsame Weiterbildung und eine gemeinsame Sprache.
- den politischen und institutionellen Willen und Effort, soziale Unterstützung als gesundheitsrelevant anzuerkennen und entsprechend zu verankern.
Alle Faktoren sind absolut notwendig, doch keiner ist für sich alleine hinreichend.
Es braucht Rahmenbedingungen (Finanzierung, klare Koordinationsstrukturen etc.) UND ein Mindset (bio-psycho-soziales Gesundheitsverständnis, Begegnung auf Augenhöhe über Professionen hinweg etc.), um die Verbindung zwischen Medizin und Sozialem zu fördern.
Weitere Beiträge zum social prescribing
- Die WHO hat ein Toolkit heraus gegeben, um social prescribing aufzubauen und einzuführen.
- In der Stadt Zürich läuft seit April 2024 einer der ersten Schweizer „Social Prescribing“ Pilotprojekte.
- Social Prescribing – österreichweite Pilotierung, Umsetzungsmodell und erste Erkenntnisse