Programm und Referent:innen

Je nach Einstieg in den Tag empfangen Sie um 9h00 unterschiedliche Referentinnen und Referenten

KVG Art. 56a & Versorgungsmanagement 2.0 - Die synergetische Zusammenarbeit zw. Krankenversicherung und Managed Care-Organisation

 

Mit dem Inkrafttreten des KVG Art. 56a kommt es zu einer grundlegenden Veränderung der Rollen und Zuständigkeiten im Gesundheitswesen. Krankenversicherer agieren bisher als reine „Zahlstellen». “. Der KVG Art 56 wird den Krankenversicherern ab dem 01.07.26 erlauben, Daten der Versicherten gezielt zu analysieren und diesen Empfehlungen in Bezug auf

  • kostengünstigere Leistungen;
  • die Wahl geeigneter besonderer Versicherungsformen;
  • präventive Massnahmen

zu geben.

In der Session werden die Analyse- und speziell die Kommunikationsmöglichkeiten thematisiert, welche sich durch die synergetische Zusammenarbeit zw. Krankenversicherung und MC-Organisationen ergeben.

Mit dabei:

Stine Anzböck, Produktmanagerin OKP bei Sanitas

Corinne Rust, Product Manager, BlueCare AG

Markus Wieser, ärztlicher Leiter hawadoc, Hausarzt in Winterthur

Moderation: Oliver Strehle, Geschäftsführer des Schweizer Forum für Integrierte Versorgung (fmc)

Diese Session findet auf Deutsch mit französischer Verdolmetschung statt.

Soziale Faktoren der Krankheit/Gesundheit: Identifikation und dann…?

Morning-Session unseres Kooperationspartners SAGES

Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und Therapeut*innen sind täglich mit sozialen Problemen und teils mehrfach belasteten Lebenssituationen ihrer Patient*innen konfrontiert. Diese beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden und die Genesung, sondern übersteigen oft auch die Kapazitäten der Fachkräfte. Doch wie gelingt die Identifikation im stressigen Arbeitsalltag? Und was folgt danach? Expert*innen der Praxis berichten von ihren Erfahrungen, diskutieren und beantworten Fragen des Publikums.

Mit dabei:

Dunja Vetter, Projektleitung Sozialberatung in der Arztpraxis und Soziale Probleme «daheim» lösen, Caritas beider Basel

Ilona Wagner, Pflegeexpertin MAS FH Onkologiepflege / Breast Care & Genetic-Nurse im Brustzentrum Zentralschweiz in Luzern.

Rainer Schaefert, Chefarzt und Professur für Psychosomatik, Universitätsspital Basel

Co-Moderation: Therese Straubhaar, MA, Sozialarbeiterin FH, Co-Präsidentin von SAGES

Co-Moderation: René Rüegg, wissensch. Mitarbeiter und Projektleiter an der BFH und Vorstandsmitglied von SAGES

Wertbasierte Medizin in komplexen Versorgungssituationen

Morning-Session unseres Kooperationspartners VBHC Suisse

Die Session der Community of Practice für Value-Based Healthcare (VBHC Suisse) beleuchtet zwei komplementäre Perspektiven auf die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung. Ein Beitrag analysiert regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung in der Schweiz und diskutiert die komplexen strukturellen, professionellen und gesellschaftlichen Faktoren, die diese Variationen prägen. Der zweite Beitrag stellt das Konzept «Parallel Patient Narrative Streams» vor und zeigt, wie die systematische Erfassung der Patient:innenperspektive neben der ärztlichen Dokumentation neue Erkenntnisse für Forschung, Qualitätsentwicklung und eine stärker patientenzentrierte Versorgung im Sinne von VBHC ermöglichen könnte.

Auf zwei Inputreferate folgt eine interaktive Q&A- und Paneldiskussion mit Vorstandsmitgliedern der Vereinigung aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, einschliesslich der Patientenperspektive.

Mit dabei:

Fidiana Stan, Founder, Emancipation Health

Stefan Essig, Senior Projektleiter bei Interface Politikstudien Forschung Beratung Luzern

Moderation: Joel Lehmann, Vorstandsmitglied VBHC Schweiz

Diese Session findet auf Englisch statt.

Datenflüsse und Datennutzung in komplexen Versorgungssituationen

Morning-Session unseres Kooperationspartners santeneXt

In dieser Morning-Session werden wir gemeinsam mit den Teilnehmenden einen Deep-Dive machen in eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringer (Spitäler) und Versicherer, um den Nutzen von Leistungen zu bewerten: Die «Patient Empowerment Initiative». 

Dabei sind Vertrauen, Agilität und klare Prozesse Voraussetzung, damit Datenflüsse entstehen und sinnvoll genutzt werden können. Neben einem vertieften Verständnis für notwendige Strukturen und Prozesse erarbeiten wir gemeinsam Erfolgsfaktoren.

Christian Wikart, Leiter Qualitäts- und Erlösmanagement, Kantonsspital Winterthur

Dominic Bachmann, Manager Beratung Gesundheitswesen, PwC Schweiz

Cristine Furrer, Ressortleiterin Qualität Leistungserbringung, CSS

Mathis Brauchbar, Projektleiter von santeneXt

Helfen Sie Rudolf aus dem Flipperkasten! Morning Session der Transformers

Komplexe Versorgungssituationen fühlen sich für Betroffene und Fachpersonen oft an wie ein Spiel im Flipperkasten: viele Akteurinnen und Akteure, widersprüchliche Anforderungen, ständiger Richtungswechsel. Wie gelingt es, dieses Spiel zu steuern – und aus Fragmentierung echte integrierte Versorgung zu machen?

In dieser Morning Session adressieren die fmc‑Transformers die grössten Stolpersteine auf dem Weg zu integrierten Versorgungslösungen und zeigen mit Ihnen mögliche Lösungsansätze dafür auf.

Diese interaktive Session lädt ausdrücklich zum Austausch, zur Vernetzung und zum voneinander Lernen ein: Bringen Sie Ihre Lösungsansätze ein, knüpfen Sie neue Kontakte und nehmen Sie Impulse mit, um Patienten und Patientinnen künftig schneller aus dem Flipperkasten zu befreien.

Von den Transformers mit dabei sind:

  • Anja Bänninger, Expertin Public Affairs, Apothekerverband pharmaSuisse
  • Daniel Künzler, Experte Strategie, SWICA Gesundheitsorganisation
  • Martin Merk, Stv. Geschäftsleiter, Spitexverband Kanton Zürich
  • Claudia Pompilli, Sachbearbeiterin Managed Care, Sanacare
  • Aurélien Sallin, Experte Versorgungsforschung, SWICA Gesundheitsorganisation
  • Michel Züger, Ärztenetz-Manager, eastcare AG

 

Die Versorgung von Patientinnen und Patienten in komplexen Versorgungssituationen im Kontext der integrierten Versorgung

Morning Session auf Französisch.

Weitere Informationen folgen in Kürze. 

Mit dabei:

Mitglieder der Geschäftsleitungen der fünf Einrichtungen des Réseau Bleu:
Hôpital du Jura (JU), Centre Hospitalier de Bienne (CHB), Réseau Hospitalier Neuchâtelois (RHNe), Etablissements Hospitaliers du Nord Vaudois (eHnv) und Ensemble Hospitalier de la Côte (EHC).

Im Plenum mit Verdolmetschung

Nach der Begrüssung durch Annamaria Müller, Präsidentin des Schweizer Forum für Integrierte Versorgung (fmc) um 10h45 steigen wir mit einem Impuls ein.

Patienten und Patientinnen in komplexen Versorgungssituationen: Integrierte Versorgung als passende Antwort!

 

In diesem Impuls entdecken Sie einerseits die verschiedenen Indikatoren, die es ermöglichen, eine komplexe Situation zu identifizieren (d. h. Indikatoren, die nicht nur mit den Bedürfnissen der Patient:innen zusammenhängen, sondern auch mit den Reaktionen der Akteur:innen des Gesundheitssystems).

Andererseits machen Sie sich mit integrierten Vorgehensweisen vertraut, die es erlauben, diese Komplexität zu bewältigen, sowie mit dem Mehrwert dieser integrierten Praktiken.

Mit dabei:

Séverine Schusselé Filliettaz, Dozentin am Institut et Haute Ecole de la Santé La Source

Nicolas Perrone, Arzt bei Arsanté, Lehrbeauftragter an der Universität Genf und ärztlicher Spezialist bei SOKLE

Am Nachmittag bieten wir verschiedene Brainfood-Sessions an

Die Brainfoods starten nach dem Mittagessen um 13h45.

Die Brainfood-Sessions finden jeweils zweimal nacheinander statt, damit Sie zwei verschiedene Themen besuchen können. 

Die Ausnahme ist die Austauschplattform der Koordinationsstellen zwischen Gesundheit und Sozialem. Diese findet einmal statt und dauert den ganzen Nachmittag.

(Poly) Medikation - Der "Klassiker" der komplexen Versorgungssituation

 

Mit den Herausforderungen der (Poly)Medikation sind die Grundversorgung, die Altersmedizin und die Pflege, weitere Akteure und auch die Krankenversicherung konfrontiert. Wie stimmen wir die Initiativen und Versorgungsprozesse aufeinander ab, damit die (Poly)Medikation nicht zu einem „Giftcocktail“ wird?

Mit dabei:

Nicole Thüring, Leiterin Leistungseinkauf AVM, Helsana

Corinne Achermann, Geschäftsführerin, zMed

Michael Jäger, Gründer und Ärztlicher Leiter, Age Medical AG

Moderation: Oliver Strehle, Geschäftsführer des Schweizer Forum für Integrierte Versorgung (fmc)

Was ist die Rolle der Patient:innen und der Angehörigen in komplexen Versorgungssituationen?

Viele der komplexen Situationen im Gesundheitswesen entstehen nicht nur durch die medizinische Diagnose, sondern durch die Lebensrealität der betroffenen Menschen. Im Rahmen der Brainfood Session rücken wir jene Versorgungssituationen in den Fokus, in denen sich medizinische und psychosoziale Herausforderungen überlagern, und in denen Patient:innen häufig zwischen Systemen und Zuständigkeiten verloren gehen. Solche Situationen sind im klinischen Alltag häufig und zugleich besonders anspruchsvoll für alle Beteiligten.

Der Workshop ist als moderiertes Gespräch zwischen einem Patienten und einem Arzt konzipiert. Gemeinsam beleuchten wir eine reale Versorgungssituation aus zwei Perspektiven

Mit dabei:

Vanessa Grand, Parlamentarierin Behindertensession / Patienten- und Behindertenvertreterin

Jürg Streuli, Geschäftsführer und Institutsleiter Stiftung Gesundheitskompass und Co-Leitung PACT Ostschweizer Kinderspital

Moderation: Susanne Gedamke, Geschäftsführerin der SPO

Hometreatement und Hospital@home: wenn die Psychiatrie und das Spital nach Hause kommen

Hometreatement und hospital@home haben beide zum Ziel, Akut-Patienten und Patientinnen – ob mit psychischen oder körperlichen Herausforderungen oder Krankheiten – im häuslichen Umfeld zu behandeln.

In der Schweiz gibt es verschiedene Beispiele dafür, doch erreichen diese Angebote jene Patientinnen und Patienten, bei denen es tatsächlich sinnvoll wäre, respektive welche Krankheitsbilder eigenen sich dafür?

Und ist es tatsächlich eine integrierte Versorgung im Sinne einer interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen stationären Dienstleistern, Hausärzten, Pflegenden etc. oder ist es eine Erweiterung der Spitalleistungen?

In einer Diskussionsrunde mit Vertretern und Vertreterinnen aus dem Mental Health-Bereich sowie der Somatik wird das Thema kontrovers diskutiert.

Ralf Gebhardt, Spitaldirektor PDT / COO Psychiatrie, Psychiatrische Dienste Thurgau

Natalija Gavrilovic Haustein, Chefärztin Psychiatrie für Erwachsene, Integrierte Psychiatrie Winterthur- Zürcher Unterland

Abraham Licht, Chefarzt Notfallzentrum, Hirslanden Klinik

Stepahn Kupferschmid, Chefarzt, Mitglied der Geschäftsleitung, Privatklinik Meiringen AG

Patienten und Patientinnen in komplexen Versorgungssituationen: Integrierte Versorgung als passende Antwort!

Im Anschluss an die Plenarsitzung am Morgen zielt dieser partizipative Workshop darauf ab, die grundlegenden Rahmenbedingungen zu präzisieren, die für den Umgang mit komplexen Situationen im interprofessionellen Team unerlässlich sind.
Je nach den Bedürfnissen und der Expertise der Teilnehmenden können dabei Elemente wie finanzielle und rechtliche Aspekte, interprofessionelle Prozesse, digitale Werkzeuge, Kompetenzen, Change-Management usw. behandelt werden.

Mit dabei:

Séverine Schusselé Filliettaz, Dozentin am Institut et Haute Ecole de la Santé La Source

Nicolas Perrone, Arzt bei Arsenté, Lehrbeauftragter an der Universität Genf und ärztlicher Spezialist bei SOKLE

Diese Session findet auf Französisch statt.

Austauschgefäss für Koordinationsstellen Gesundheit und Soziales

 

Koordinationsstellen an der Schnittstelle Gesundheit und Soziales können Patientinnen und Patienten in komplexen Versorgungssituation unterstützen. Denn diese Menschen haben Herausforderungen unterschiedlicher Natur: medizinisch, psychisch sozial.

Indem wir am Symposium den Austausch zwischen den verschiedenen bestehenden Koordinationsstellen schaffen, möchten wir:

  • Die bestehenden Koordinationsstellen vernetzen
  • Den bestehenden Koordinationsstellen die Möglichkeit geben, von einander zu lernen
  • Die verschiedenen Formen von Anlauf-, Koordinations-, Schnittstellen einem breiteren Kreis bekannt machen

Da dies ein Austauschgefäss ist, werden keine Referenten und Referentinnen angegeben.

Dieses Gefäss findet nur einmal statt und dauert den ganzen Nachmittag.

APN als Bindeglied in komplexen Versorgungssituationen: Erfahrungen aus Zürich und Genf

Komplexe Versorgungssituationen stellen Systeme und Organisationen vor grosse Herausforderungen, denn ihre Bewältigung sprengt die Grenzen eines fachlich abgegrenzten Systems.

Um diese Herausforderungen zu meistern und die Belastung für Systeme, Organisationen sowie Patienten und Patientinnen und deren Angehörigen zu verringern, arbeiten die Städte Zürich und Genf in der öffentlichen Spitex mit APN’s. Diese übernehmen in Fällen, die ein einfaches Case Management überschreiten, die Integration aller beteiligter Akteure und Akteurinnen.

In dieser Session präsentieren die beiden Spitex-Organisationen Lösungen für komplexe Versorgungssituationen und die Zusammenarbeit zwischen APN’s und Akteuren des Gesundheitswesens.

Ursina Mathis, APN, Spitex Zürich

Larissa Gehrig, CNO, Spitex Zürich

Vertreter von IMAD, Genf

Moderation: tbd.

Séverine Schusselé Filliettaz

Die integrierte Versorgung ist Teil der Antworten auf die Frage nach der Nachhaltigkeit von Gesundheitssystemen. Als Teil des fmc kann ich zu Überlegungen und Lösungen beitragen.

Séverine Schusselé Filliettaz ist ausgebildete Krankenpflegerin und verfügt über einen Master Abschluss in Public Health, sowie einen Doktortitel zum Thema der Integrierten Versorgung in der Schweiz.

Seit etwa zehn Jahren leitet Schusselé Filliettaz in der Westschweiz integrierte Versorgungsprojekte zu verschiedenen Themen, u.a. Interprofessionalität, Versorgungsmanagement, Finanzierung, E-Patienten Dossier.

Sie arbeitet seit 2015 mit dem fmc zusammen u.a. für die Schweizerische Erhebung zur Integrierten Versorgung und für einzelnen fmc Denkstoffe

Ursula Koch

Mein Engagement für die integrierte biopsychosoziale Versorgung zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Lebenslauf. Eine fragmentierte Versorgung wird den ganzheitlichen Bedürfnissen der Menschen und vielfältigen Komponenten von Gesundheit nicht gerecht. Eine wirksame und personenorientierte Versorgung setzt interprofessionelle Zusammenarbeit sowie gut koordiniertes Handeln voraus. Dafür setze ich mich ein!  

Ursula Koch, PhD, FSP Gesundheitspsychologie kennt das Gesundheitssystem aus Praxis, Wissenschaft und Politik.

Sie war in den letzten 15 Jahren in diversen Führungspositionen im Gesundheitswesen tätig, u.a. als Leiterin des Programms Psychische Gesundheit im Kanton Zug, als Abteilungsleiterin «Nicht übertragbare Erkrankungen» beim Bundesamt für Gesundheit sowie als Geschäftsleitungsmitglied bei der Krebsliga Schweiz.

Neben ihrem Master in Psychologie hat sie einen Master in Organisationsentwicklung & Coaching, eine Verbandsmanagement-Ausbildung sowie einen PhD in Versorgungsforschung.

Letztlich hat sie sich auch im Rahmen des «Harkness Fellowship in health care policy and practice» an der Harvard Medical School (USA) intensiv mit dem Gesundheitswesen auseinandergesetzt.

Neben dem fmc engagiert sie sich als Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheitspolitik (SGGP) und als Direktorin des Zentrum Inselhof in Zürich für eine patientenzentrierte Versorgung und die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens.

Susanne Hochuli

Integrierte Versorgung ist zentral, damit der Patient, die Patientin tatsächlich im Zentrum der Gesundheitsversorgung steht.

Susanne Hochuli war während acht Jahren als Regierungsrätin im Kanton Aargau für das Departement Gesundheit und Soziales verantwortlich. In dieser Zeit vertrat sie den Aargau im Vorstand der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK und amtete als Vizepräsidentin des Beschlussorgans Hochspezialisierte Medizin HSM.

Sie ist aktuell als Präsidentin der Schweizerischen Patientenorganisation SPO sowie Greenpeace tätig und engagiert sich daneben beim ökosozialen Projekt weltweit-essen.ch.

Urs Hepp

Email: hepp@hin.ch
Linkedin: Urs Hepp

Die Integrierte Versorgung ist die Grundvoraussetzung für ein qualitativ hochstehendes und kosteneffizientes Gesundheits- und Sozialwesen. Polymorbidität und chronische Erkrankungen nehmen zu und da ist das Zusammenspiel aller Beteiligten entscheidend. Die Schnittstellen müssen zu Nahtstellen werden.

Urs Hepp ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. 2017 habilitierte er, seit 2014 ist er Titularprofessur an der Universität Zürich. 2016-2021 war er Ärztlicher Direktor der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw), zuvor Chefarzt / Mitglied der Geschäftsleitung der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG).

Seit 2022 ist er selbständig mit der Firma hepp-health GmbH mit den Schwerpunkten Public Mental Health, Integrierte Versorgung, Psyche und Arbeit sowie Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie. Er ist engagiert in Lehre und Forschung.

Er hat das Verwaltungsratspräsidium der WorkMed AG sowie verschiedene Aufsichtsratsmandate inne. Er ist Co-Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie und Psychosomatik (SSCLPP) und Vize-Präsident der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter NKVF.

Forschung: Versorgungsforschung, Public Mental Health, Suizidprävention

Lehrtätigkeit: Public Mental Health, Psychosoziale Medizin, Systemische Psychotherapie

Barbara Gysi

Die integrierte Versorgung ist ein wichtiges Element für eine qualitative bessere und günstigere Versorgung zum Nutzen der Patient:innen.

Barbara Gysi, Dipl. Sozialpädagogin & MAS Public Management, ist seit 2011 Nationalrätin und derzeit Präsidentin der nationalrätlichen Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N). Sie hat massgeblich an der Pflegeinitiative mitgewirkt. 

Nebst Einsitz im St. Galler Kantonsrat war sie während 12 Jahren in der Exekutive der Stadt Wil SG, wo sie u.a. die stationäre und ambulante Langzeitpflege weiterentwickelte und gemeinsam mit anderen Gemeinden unter einem Dach zusammenführen und eine Beratungs- und Drehscheibe installieren konnte (www.thurvita.ch). Bereits als Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin arbeitete sie mit systemischen Ansätzen.

Caroline Gurtner

Patientinnen und Patienten bringen eine relevante Expertise im Umgang mit ihrer Erkrankung mit und können damit einen wichtigen Beitrag zur Lösungsfindung von Gesundheitsproblemen leisten. Die integrierte Versorgung nutzt diesen Ansatz und setzt sich für eine stärkere Beteiligung von Patientinnen und Patienten in der Gesundheitsversorgung ein.

Caroline Gurtner ist Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin und befindet sich derzeit im Doktoratsstudium an der Universität Maastricht, welches sie voraussichtlich 2024 abschliesst.

Sie bringt langjährige berufliche Erfahrung in der psychiatrischen Versorgung, in der angewandten Forschung und Lehre sowie  im Tätigkeitsbereich einer NGO mit Schwerpunkt Sozialpolitik mit.

Die Schwerpunkte ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit umfassen die Themen Shared Decision Making, Personenzentrierung, User Involvement, Partizipation, Community Building, Suizidprävention sowie Qualitätsentwicklung. Caroline Gurtner absolvierte ihr Masterstudium in Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Universität Basel und verfügt über einen CAS in Research in Applied Sciences der Berner Fachhochschule.

Im Rahmen ihrer selbständigen Tätigkeit engagiert sie sich als Co-Präsidentin der akademischen Fachgesellschaft psychiatrische Pflege, als Stiftungsrätin bei der Schweizerischen EPI Stiftung und übt verschiedene Mandate für Projekte, Lehrveranstaltungen sowie Mitarbeit in Gremien und Kommissionen aus.

Christian Frei

Christian Frei ist Leiter der Integrierten Versorgung der SWICA Krankenversicherung. Er ist Pharmazeut (FPH Offizinapotheke) und Master of Public Health. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Dass die besten Resultate mit der sinnvollen Zusammenarbeit von verschiedenen Disziplinen erzielt werden, ist ihm als Bandmitglied in verschiedenen Formationen bestens bekannt. Nur wenn die Instrumente aufeinander abgestimmt sind, entsteht Musik… Vorher arbeitete er als Leiter der Medikamentenfachstelle der SWICA, sowie als Leiter Pharma und Managed Care bei santémed und sanacare. Er hat nach dem Pharmaziestudium 10 Jahre eine Apotheke für die Genossenschaftsapotheken Winterthur geführt, kennt entsprechend auch die Leistungserbringerseite. Weitere Tätigkeiten: Mitglied der Sozial- und Gesundheitskommission in der Wohngemeinde, Vorstand QualiCcare, Lehrauftrag Pharmakologie am Careum und Vorstand von www.stallrock.ch.

Serge Bignens

Serge Bignens ist Professor und Leiter des Instituts für Medizininformatik an der Berner Fachhochschule (BFH).

Seine Forschungs- und Lehreaktivitäten umfassen die Bereiche Befähigung von chronischen Patienten, Patient Reported Outcome Measures (PROMs), mobilen Gesundheits-Applikationen und Gesundheits-Datenökosysteme.

Er besitzt ein MSc in Engineering von der EPFL und ein MAS in Gesundheitsökonomie und -management von der Universität Lausanne und war bei IT Dienstleistungsfirmen als Berater und Manager und danach bei einer kantonalen Gesundheitsdirektion als eHealth Verantwortlicher tätig.

Serge Bignens engagiert sich als Vorstandsmitglied von Swiss Cancer Screening und der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik, ist Gründungsmitglied der MIDATA Genossenschaft und des Vereins ch++ und ist digital Health Experte bei Innosuisse und beim Fachgremium des BAG zur Prävention in der Gesundheitsversorgung.

Nadja Blanchard

Leiterin Marketing & Events

Seit ihrem Master im Bereich Gesellschaftswissenschaften war Nadja Blanchard im In- und Ausland in unterschiedlichen Firmen und Organisationen im Bereich Marketing, Events und Kommunikation tätig.

Diese Erfahrung hat sie in den letzten 10 Jahren durch die Beratung von Nonprofit-Organisation in den Bereichen Strategie und Marketing ergänzt.

Durch den Kontakt mit einer Vielzahl von Organisationen und deren aktuellen Herausforderungen in Themen wie Struktur, Personal und Finanzierung entstand ihr Interesse an der Arbeitswelt 4.0., zu der sie sich stetig weiterbildet. 

Oliver Strehle

Geschäftsführer

Oliver Strehle hat in Nürnberg/Deutschland Sozialwissenschaften studiert und ist 2006 in die Schweiz gezogen.

Knapp 13 Jahre war er bei der Ärztenetz Betriebsgesellschaft MedSolution AG in Zürich tätig und hat dort den Geschäftsbereich Vertrags und Leistungsmanagement geleitet. Während dieser Tätigkeit hat Herr Strehle die verschiedenen Bereiche der Ärztenetze von Budgetmitverantwortung, Behandlungsmanagement, Qualitätsmanagement, Versorgungstransparenz und Organisationsentwicklung kennengelernt und weiterentwickelt.

Bis 2020 war Herr Strehle 3 Jahre im Vorstand von medswiss.net, dem Dachverband der Schweizer Ärztenetze aktiv.

Seit 2023 ist er Verwaltungsratsmitglied der eastcare AG und seit 2020 Inhaber der Beratungsfirma IKUmed Consulting GmbH.

Annamaria Müller

Präsidentin

Wir haben eins der teuersten, besten und gerechtesten Gesundheitssysteme der Welt. Trotzdem haben wir Mühe, eine durchgehende und zusammenhängende Gesundheitsversorgung anzubieten. Dies zu ändern, ist unser Ziel.

Nach Abschluss ihres VWL-Studiums an der Uni Bern arbeitete Annamaria Müller als freie Mitarbeiterin bei der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), später als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich.

1997 wechselte sie als Bereichsleiterin Gesundheitsökonomie zurück zur GDK und wurde anschliessend stellvertretende Zentralsekretärin.

2002 wurde Frau Müller Generalsekretärin der FMH. Von 2009 bis 2019 arbeitete sie in der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern als Vorsteherin des Spitalamts.

Seit 2020 ist Frau Müller mit ihrer Firma Amidea GmbH – New Health Care Solutions freischaffend tätig. Sie übt verschiedene Aufsichtsratsmandate aus und hat das Verwaltungsratspräsidium des HFR freiburger spital inne.