Programm und Referent:innen
Je nach Einstieg in den Tag empfangen Sie um 9h00 unterschiedliche Referentinnen und Referenten
KVG Art. 56a & Versorgungsmanagement 2.0 - Die synergetische Zusammenarbeit zw. Krankenversicherung und Managed Care-Organisation
Mit dem Inkrafttreten des KVG Art. 56a kommt es zu einer grundlegenden Veränderung der Rollen und Zuständigkeiten im Gesundheitswesen. Krankenversicherer agieren bisher als reine „Zahlstellen». “. Der KVG Art 56 wird den Krankenversicherern ab dem 01.07.26 erlauben, Daten der Versicherten gezielt zu analysieren und diesen Empfehlungen in Bezug auf
- kostengünstigere Leistungen;
- die Wahl geeigneter besonderer Versicherungsformen;
- präventive Massnahmen
zu geben.
In der Session werden die Analyse- und speziell die Kommunikationsmöglichkeiten thematisiert, welche sich durch die synergetische Zusammenarbeit zw. Krankenversicherung und MC-Organisationen ergeben.
Mit dabei:
Stine Anzböck, Produktmanagerin OKP bei Sanitas
Corinne Rust, Product Manager, BlueCare AG
Markus Wieser, ärztlicher Leiter hawadoc, Hausarzt in Winterthur
Moderation: Oliver Strehle, Geschäftsführer des Schweizer Forum für Integrierte Versorgung (fmc)
Diese Session findet auf Deutsch mit französischer Verdolmetschung statt.
Soziale Faktoren der Krankheit/Gesundheit: Identifikation und dann…?
Morning-Session unseres Kooperationspartners SAGES
Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und Therapeut*innen sind täglich mit sozialen Problemen und teils mehrfach belasteten Lebenssituationen ihrer Patient*innen konfrontiert. Diese beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden und die Genesung, sondern übersteigen oft auch die Kapazitäten der Fachkräfte. Doch wie gelingt die Identifikation im stressigen Arbeitsalltag? Und was folgt danach? Expert*innen der Praxis berichten von ihren Erfahrungen, diskutieren und beantworten Fragen des Publikums.
Mit dabei:
Dunja Vetter, Projektleitung Sozialberatung in der Arztpraxis und Soziale Probleme «daheim» lösen, Caritas beider Basel
Ilona Wagner, Pflegeexpertin MAS FH Onkologiepflege / Breast Care & Genetic-Nurse im Brustzentrum Zentralschweiz in Luzern.
Rainer Schaefert, Chefarzt und Professur für Psychosomatik, Universitätsspital Basel
Co-Moderation: Therese Straubhaar, MA, Sozialarbeiterin FH, Co-Präsidentin von SAGES
Co-Moderation: René Rüegg, wissensch. Mitarbeiter und Projektleiter an der BFH und Vorstandsmitglied von SAGES
Wertbasierte Medizin in komplexen Versorgungssituationen
Morning-Session unseres Kooperationspartners VBHC Suisse
Die Session der Community of Practice für Value-Based Healthcare (VBHC Suisse) beleuchtet zwei komplementäre Perspektiven auf die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung. Ein Beitrag analysiert regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung in der Schweiz und diskutiert die komplexen strukturellen, professionellen und gesellschaftlichen Faktoren, die diese Variationen prägen. Der zweite Beitrag stellt das Konzept «Parallel Patient Narrative Streams» vor und zeigt, wie die systematische Erfassung der Patient:innenperspektive neben der ärztlichen Dokumentation neue Erkenntnisse für Forschung, Qualitätsentwicklung und eine stärker patientenzentrierte Versorgung im Sinne von VBHC ermöglichen könnte.
Auf zwei Inputreferate folgt eine interaktive Q&A- und Paneldiskussion mit Vorstandsmitgliedern der Vereinigung aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens, einschliesslich der Patientenperspektive.
Mit dabei:
Fidiana Stan, Founder, Emancipation Health
Stefan Essig, Senior Projektleiter bei Interface Politikstudien Forschung Beratung Luzern
Moderation: Joel Lehmann, Vorstandsmitglied VBHC Schweiz
Diese Session findet auf Englisch statt.
Datenflüsse und Datennutzung in komplexen Versorgungssituationen
Morning-Session unseres Kooperationspartners santeneXt
In dieser Morning-Session werden wir gemeinsam mit den Teilnehmenden einen Deep-Dive machen in eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringer (Spitäler) und Versicherer, um den Nutzen von Leistungen zu bewerten: Die «Patient Empowerment Initiative».
Dabei sind Vertrauen, Agilität und klare Prozesse Voraussetzung, damit Datenflüsse entstehen und sinnvoll genutzt werden können. Neben einem vertieften Verständnis für notwendige Strukturen und Prozesse erarbeiten wir gemeinsam Erfolgsfaktoren.
Christian Wikart, Leiter Qualitäts- und Erlösmanagement, Kantonsspital Winterthur
Dominic Bachmann, Manager Beratung Gesundheitswesen, PwC Schweiz
Cristine Furrer, Ressortleiterin Qualität Leistungserbringung, CSS
Mathis Brauchbar, Projektleiter von santeneXt
Helfen Sie Rudolf aus dem Flipperkasten! Morning Session der Transformers
Komplexe Versorgungssituationen fühlen sich für Betroffene und Fachpersonen oft an wie ein Spiel im Flipperkasten: viele Akteurinnen und Akteure, widersprüchliche Anforderungen, ständiger Richtungswechsel. Wie gelingt es, dieses Spiel zu steuern – und aus Fragmentierung echte integrierte Versorgung zu machen?
In dieser Morning Session adressieren die fmc‑Transformers die grössten Stolpersteine auf dem Weg zu integrierten Versorgungslösungen und zeigen mit Ihnen mögliche Lösungsansätze dafür auf.
Diese interaktive Session lädt ausdrücklich zum Austausch, zur Vernetzung und zum voneinander Lernen ein: Bringen Sie Ihre Lösungsansätze ein, knüpfen Sie neue Kontakte und nehmen Sie Impulse mit, um Patienten und Patientinnen künftig schneller aus dem Flipperkasten zu befreien.
Von den Transformers mit dabei sind:
- Anja Bänninger, Expertin Public Affairs, Apothekerverband pharmaSuisse
- Daniel Künzler, Experte Strategie, SWICA Gesundheitsorganisation
- Martin Merk, Stv. Geschäftsleiter, Spitexverband Kanton Zürich
- Claudia Pompilli, Sachbearbeiterin Managed Care, Sanacare
- Aurélien Sallin, Experte Versorgungsforschung, SWICA Gesundheitsorganisation
- Michel Züger, Ärztenetz-Manager, eastcare AG
Die Versorgung von Patientinnen und Patienten in komplexen Versorgungssituationen im Kontext der integrierten Versorgung
Morning Session auf Französisch.
Weitere Informationen folgen in Kürze.
Mit dabei:
Hôpital du Jura (JU), Centre Hospitalier de Bienne (CHB), Réseau Hospitalier Neuchâtelois (RHNe), Etablissements Hospitaliers du Nord Vaudois (eHnv) und Ensemble Hospitalier de la Côte (EHC).
Im Plenum mit Verdolmetschung
Nach der Begrüssung durch Annamaria Müller, Präsidentin des Schweizer Forum für Integrierte Versorgung (fmc) um 10h45 steigen wir mit einem Impuls ein.
Patienten und Patientinnen in komplexen Versorgungssituationen: Integrierte Versorgung als passende Antwort!
In diesem Impuls entdecken Sie einerseits die verschiedenen Indikatoren, die es ermöglichen, eine komplexe Situation zu identifizieren (d. h. Indikatoren, die nicht nur mit den Bedürfnissen der Patient:innen zusammenhängen, sondern auch mit den Reaktionen der Akteur:innen des Gesundheitssystems).
Andererseits machen Sie sich mit integrierten Vorgehensweisen vertraut, die es erlauben, diese Komplexität zu bewältigen, sowie mit dem Mehrwert dieser integrierten Praktiken.
Mit dabei:
Séverine Schusselé Filliettaz, Dozentin am Institut et Haute Ecole de la Santé La Source
Nicolas Perrone, Arzt bei Arsanté, Lehrbeauftragter an der Universität Genf und ärztlicher Spezialist bei SOKLE
Am Nachmittag bieten wir verschiedene Brainfood-Sessions an
Die Brainfoods starten nach dem Mittagessen um 13h45.
Die Brainfood-Sessions finden jeweils zweimal nacheinander statt, damit Sie zwei verschiedene Themen besuchen können.
Die Ausnahme ist die Austauschplattform der Koordinationsstellen zwischen Gesundheit und Sozialem. Diese findet einmal statt und dauert den ganzen Nachmittag.
(Poly) Medikation - Der "Klassiker" der komplexen Versorgungssituation
Mit den Herausforderungen der (Poly)Medikation sind die Grundversorgung, die Altersmedizin und die Pflege, weitere Akteure und auch die Krankenversicherung konfrontiert. Wie stimmen wir die Initiativen und Versorgungsprozesse aufeinander ab, damit die (Poly)Medikation nicht zu einem „Giftcocktail“ wird?
Mit dabei:
Nicole Thüring, Leiterin Leistungseinkauf AVM, Helsana
Corinne Achermann, Geschäftsführerin, zMed
Michael Jäger, Gründer und Ärztlicher Leiter, Age Medical AG
Moderation: Oliver Strehle, Geschäftsführer des Schweizer Forum für Integrierte Versorgung (fmc)
Was ist die Rolle der Patient:innen und der Angehörigen in komplexen Versorgungssituationen?
In Kooperation mit der SPO, der Schweizerischen Patientenorganisation.
Viele der komplexen Situationen im Gesundheitswesen entstehen nicht nur durch die medizinische Diagnose, sondern durch die Lebensrealität der betroffenen Menschen. Im Rahmen der Brainfood Session rücken wir jene Versorgungssituationen in den Fokus, in denen sich medizinische und psychosoziale Herausforderungen überlagern, und in denen Patient:innen häufig zwischen Systemen und Zuständigkeiten verloren gehen. Solche Situationen sind im klinischen Alltag häufig und zugleich besonders anspruchsvoll für alle Beteiligten.
Der Workshop ist als moderiertes Gespräch zwischen einem Patienten und einem Arzt konzipiert. Gemeinsam beleuchten wir eine reale Versorgungssituation aus zwei Perspektiven
Mit dabei:
Vanessa Grand, Parlamentarierin Behindertensession / Patienten- und Behindertenvertreterin
Jürg Streuli, Geschäftsführer und Institutsleiter Stiftung Gesundheitskompass und Co-Leitung PACT Ostschweizer Kinderspital
Moderation: Susanne Gedamke, Geschäftsführerin der SPO
Hometreatement und Hospital@home: wenn die Psychiatrie und das Spital nach Hause kommen
Hometreatement und hospital@home haben beide zum Ziel, Akut-Patienten und Patientinnen – ob mit psychischen oder körperlichen Herausforderungen oder Krankheiten – im häuslichen Umfeld zu behandeln.
In der Schweiz gibt es verschiedene Beispiele dafür, doch erreichen diese Angebote jene Patientinnen und Patienten, bei denen es tatsächlich sinnvoll wäre, respektive welche Krankheitsbilder eigenen sich dafür?
Und ist es tatsächlich eine integrierte Versorgung im Sinne einer interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen stationären Dienstleistern, Hausärzten, Pflegenden etc. oder ist es eine Erweiterung der Spitalleistungen?
In einer Diskussionsrunde mit Vertretern und Vertreterinnen aus dem Mental Health-Bereich sowie der Somatik wird das Thema kontrovers diskutiert.
Ralf Gebhardt, Spitaldirektor PDT / COO Psychiatrie, Psychiatrische Dienste Thurgau
Natalija Gavrilovic Haustein, Chefärztin Psychiatrie für Erwachsene, Integrierte Psychiatrie Winterthur- Zürcher Unterland
Abraham Licht, Chefarzt Notfallzentrum, Hirslanden Klinik
Stepahn Kupferschmid, Chefarzt, Mitglied der Geschäftsleitung, Privatklinik Meiringen AG
Patienten und Patientinnen in komplexen Versorgungssituationen: Integrierte Versorgung als passende Antwort!
Je nach den Bedürfnissen und der Expertise der Teilnehmenden können dabei Elemente wie finanzielle und rechtliche Aspekte, interprofessionelle Prozesse, digitale Werkzeuge, Kompetenzen, Change-Management usw. behandelt werden.
Mit dabei:
Séverine Schusselé Filliettaz, Dozentin am Institut et Haute Ecole de la Santé La Source
Nicolas Perrone, Arzt bei Arsenté, Lehrbeauftragter an der Universität Genf und ärztlicher Spezialist bei SOKLE
Diese Session findet auf Französisch statt.
Austauschgefäss für Koordinationsstellen Gesundheit und Soziales
Koordinationsstellen an der Schnittstelle Gesundheit und Soziales können Patientinnen und Patienten in komplexen Versorgungssituation unterstützen. Denn diese Menschen haben Herausforderungen unterschiedlicher Natur: medizinisch, psychisch sozial.
Indem wir am Symposium den Austausch zwischen den verschiedenen bestehenden Koordinationsstellen schaffen, möchten wir:
- Die bestehenden Koordinationsstellen vernetzen
- Den bestehenden Koordinationsstellen die Möglichkeit geben, von einander zu lernen
- Die verschiedenen Formen von Anlauf-, Koordinations-, Schnittstellen einem breiteren Kreis bekannt machen
Da dies ein Austauschgefäss ist, werden keine Referenten und Referentinnen angegeben.
Dieses Gefäss findet nur einmal statt und dauert den ganzen Nachmittag.
APN als Bindeglied in komplexen Versorgungssituationen: Erfahrungen aus Zürich und Genf
Komplexe Versorgungssituationen stellen Systeme und Organisationen vor grosse Herausforderungen, denn ihre Bewältigung sprengt die Grenzen eines fachlich abgegrenzten Systems.
Um diese Herausforderungen zu meistern und die Belastung für Systeme, Organisationen sowie Patienten und Patientinnen und deren Angehörigen zu verringern, arbeiten die Städte Zürich und Genf in der öffentlichen Spitex mit APN’s. Diese übernehmen in Fällen, die ein einfaches Case Management überschreiten, die Integration aller beteiligter Akteure und Akteurinnen.
In dieser Session präsentieren die beiden Spitex-Organisationen Lösungen für komplexe Versorgungssituationen und die Zusammenarbeit zwischen APN’s und Akteuren des Gesundheitswesens.
Ursina Mathis, APN, Spitex Zürich
Larissa Gehrig, CNO, Spitex Zürich
Vertreter von IMAD, Genf
Moderation: tbd.