HomeWas wir machenPublikationenHintergrundgespräche

Interview: Pioniergeist und Patientenfokus

19. November 2018

Der deutsche Bundesverband Managed Care organisierte im Oktober eine Studienreise nach Kalifornien für jüngere Health Professionals. Das fmc war mit Judith Dissler und Leander Muheim vertreten. Im Interview schildern sie ihre Eindrücke und Erkenntnisse. Die Quintessenz: weg von der Quantität, hin zur Qualität. Und: mehr soziale Aspekte in die Patientenversorgung einbeziehen.

Was hat Sie überrascht in Kalifornien, positiv oder negativ?

Leander Muheim: Alle Akteure im amerikanischen Gesundheitswesen berufen sich derzeit auf value-based care. Die elf besuchten Institutionen – darunter Apple, Google Verily, Genentech, Hill Physicians oder Kaiser Permanente – bekennen sich ebenso zu diesem Paradigmenwechsel wie Professoren aus Berkley und Stanford: weg von der Quantität, hin zur Qualität. In der Schweiz wird zwar viel über die hohen Kosten diskutiert. Aber nur die Managed-Care-Bewegung rund um Hausarztmodelle scheint Interesse zu haben an Kosten-Nutzen-Überlegungen und entsprechenden Anreizstrukturen. Umso eindrücklicher war das kollektive Bekenntnis in den USA zu value-based care.

Judith Dissler: Die aktuellen Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und auch im Gesundheitswesen rütteln am American Dream der unbegrenzten Möglichkeiten. Dennoch habe ich den Pioniergeist, das moderne Märchen, stark gespürt. Was vielleicht auch mit San Francisco zusammenhängt: Man erlebt dort Freud und Leid auf offener Strasse. Sieht, wie sich erfolgreiche Jungunternehmer und arme Leute, die es nicht geschafft haben, auf dem Gehsteig kreuzen. Mittelmass, Kompromisse, das sah ich selten. Die Pioniere des Silicon Valley machen etwas ganz oder gar nicht. Sie schaffen es – oder eben nicht.

Was war besonders bemerkenswert?

Judith Dissler: Wie die Pioniermentalität mit einer Dienstleistungsmentalität einhergeht. Jedes Unternehmen, das wir besuchten, betonte immer und immer wieder, dass es im Gesundheitswesen um den Patienten geht. Oder wie es bei Apple heisst: «We want to enrich people’s lives». Das kann bedeuten, dass auch soziale Aspekte wie die Wohnsituation in die Behandlung einbezogen werden. Oder dass ambulante Praxen so gebaut werden, dass man im Park auf den Termin warten kann. Oder dass Patientendossiers einfach zugänglich und gestaltet sind. Allerdings ist nicht in jedem Fall klar, welchen Nutzen der Patientenfokus hat oder ob es schlicht um Marketing geht.

Leander Muheim: Kaiser Permanente, das wohl angesehenste integrierte Versorgungssystem, hat nach wie vor – oder gerade jetzt – Vorbildcharakter. Die Organisation bietet wirklich alles aus einer Hand: Spitäler, Ambulatorien, Apotheken, Prävention, Gesundheitsversicherung. In acht Regionen der USA wird ein Umsatz von 73 Milliarden Dollars erwirtschaftet – was etwa dem Schweizer Gesundheitswesen entspricht. 6 Prozent davon werden in Forschung (re-)investiert. Die Versorgung gilt als effizient, günstig und qualitativ hochstehend.

Ärzte arbeiten gerne bei Kaiser Permanente, besonders wegen der guten Arbeitsbedingungen, der hohen ethischen Ansprüche und der allgegenwertigen Inklusivität: Ärzte werden überall in Management-Funktionen einbezogen und können die Unternehmensstrukturen mitgestalten. Ausserdem werden klinische Innovationen und Best Practice Standards in der ganzen Organisation bottom up erarbeitet und implementiert.

Wann haben Sie gedacht: Das sollten wir in der Schweiz auch so machen?

Leander Muheim: Kaiser Permanente pflegt eine intensive und unverkrampfte Feedback-Kultur unter den Ärzten. An Gruppen-Sitzungen werden Qualitäts-Ranglisten gemeinsam diskutiert. Ärzte, die besser abschneiden, beraten schwächere Kollegen. In unseren Breitengraden ist Transparenz oft unerwünscht und schafft Misstrauen. Das könnten wir anders machen.

Zudem wird Interprofessionalität in den USA viel konsequenter gelebt: Alameda Health Systems zum Beispiel betreibt Safety Net Hospitals, also Spitäler, die primär sozialmedizinisch ausgerichtet sind. Ärzte und diplomierte Pflegefachkräfte werden dort viel mehr als bei uns von administrativen und standardisierbaren Prozessen entlastet, um Ressourcen zu schonen. Wir sollten uns ebenfalls mehr damit beschäftigen, wie wir uns effektiver vernetzen und – vor allem als Ärzte – grössere Strukturen aufbauen können. Im Interesse der klinischen Qualität und der Nachhaltigkeit.

Judith Dissler: Die beschriebene Dienstleistungsmentalität und der Patientenfokus über Organisationen, Schnittstellen und Professionen hinweg: Das fehlt mir in der Schweiz. Unser Gesundheitswesen macht rund 12 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus und gehört dem Dienstleistungssektor an. Das geht ganz oft vergessen, besonders in politischen Diskussionen. Deshalb sollten wir uns immer wieder fragen: Was will der gesunde Mensch? Wo können wir den Patienten oder die Patientin unterstützen? Wie halten wir uns als Gesellschaft möglichst gesund? Wie sollen wir das Gesundheitswesen entwickeln, damit die einzelne Person genauso wie die Gemeinschaft den grösstmöglichen Nutzen haben?

Was sind die prägendsten Eindrücke, die Sie mitnehmen?

Judith Dissler: Erstens die Idee, dass Gesundheit ganzheitlich gesehen werden muss. Verschiedene Akteure betonten, dass das Versorgungssystem nur einen bescheidenen Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung hat, gemäss Studien etwa 10 bis 20 Prozent. Trotzdem stecken technisch weit entwickelte Länder unglaublich viele Ressourcen in das kurative System. Kaiser Permanente zum Beispiel gibt hier Gegensteuer und versucht, mehr präventiv zu wirken und das Soziale einzubeziehen.

Dann hat mich die Lässigkeit beeindruckt, mit der Digitalisierung und Datenschutz gehandhabt werden. Ein Startup hat uns gezeigt, wie ihr Qualitätsmodell darauf baut, dass sie Diagnose- und Abrechnungsdaten miteinander «matchen» können – undenkbar in der Schweiz mit ihren Silos! Anderseits erstaunt es schon zu sehen, wie viele Verlierer es trotz Innovationen, Patientenfokus und Digitalisierung gibt: Die Spirale nach unten ist genauso offen wie die Spirale nach oben. Das dämpft die Euphorie schon ein bisschen.

Leander Muheim: In den USA gibt es viel mehr Gestaltungsraum im Gesundheitswesen als bei uns. Die einzelnen Akteure haben viel mehr zu gewinnen, aber auch mehr zu verlieren. Dadurch scheint das Kostenbewusstsein auf allen Ebenen stärker verbreitet zu sein: bei Patienten, Arbeitgebern, Krankenversichern, Dienstleistern – und auch Ärzten. Die Produktion von Immunologika bei Genentech zeigte eindrücklich, wie viel Risiko kostet und wie die hohen Preise im Falle eines Erfolgs eine Bedingung für Innovation sind. Das Silicon Valley atmet den Geist der Innovationskraft – um jeden Preis. Bei aller angebrachten Skepsis dürfen wir nicht vergessen, dass wir weltweit von diesen Innovationen profitieren.

Wir danken Judith Dissler, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR, Hochschule Luzern – Wirtschaft
sowie Dr. med. Leander Muheim, stv. medizinische Leitung mediX Zürich für das Interview. 

Séverine Schusselé Filliettaz

Séverine Schusselé Filliettaz ist ausgebildete Krankenpflegerin und verfügt über einen Master Abschluss in Public Health, sowie einen Doktortitel zum Thema der Integrierten Versorgung in der Schweiz.

Seit etwa zehn Jahren leitet Schusselé Filliettaz in der Westschweiz integrierte Versorgungsprojekte zu verschiedenen Themen, u.a. Interprofessionalität, Versorgungsmanagement, Finanzierung, E-Patienten Dossier.

Sie arbeitet seit 2015 mit dem fmc zusammen u.a. für die Schweizerische Erhebung zur Integrierten Versorgung und für einzelnen fmc Denkstoffe

Ursula Koch

Mein Engagement für die integrierte biopsychosoziale Versorgung zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Lebenslauf. Eine fragmentierte Versorgung wird den ganzheitlichen Bedürfnissen der Menschen und vielfältigen Komponenten von Gesundheit nicht gerecht. Eine wirksame und personenorientierte Versorgung setzt interprofessionelle Zusammenarbeit sowie gut koordiniertes Handeln voraus. Dafür setze ich mich ein!  

Ursula Koch, PhD, FSP Gesundheitspsychologie kennt das Gesundheitssystem aus Praxis, Wissenschaft und Politik.

Sie war in den letzten 15 Jahren in diversen Führungspositionen im Gesundheitswesen tätig, u.a. als Leiterin des Programms Psychische Gesundheit im Kanton Zug, als Abteilungsleiterin «Nicht übertragbare Erkrankungen» beim Bundesamt für Gesundheit sowie als Geschäftsleitungsmitglied bei der Krebsliga Schweiz.

Neben ihrem Master in Psychologie hat sie einen Master in Organisationsentwicklung & Coaching, eine Verbandsmanagement-Ausbildung sowie einen PhD in Versorgungsforschung.

Letztlich hat sie sich auch im Rahmen des «Harkness Fellowship in health care policy and practice» an der Harvard Medical School (USA) intensiv mit dem Gesundheitswesen auseinandergesetzt.

Neben dem fmc engagiert sie sich als Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheitspolitik (SGGP) und als Direktorin des Zentrum Inselhof in Zürich für eine patientenzentrierte Versorgung und die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens.

Susanne Hochuli

Integrierte Versorgung ist zentral, damit der Patient, die Patientin tatsächlich im Zentrum der Gesundheitsversorgung steht.

Susanne Hochuli war während acht Jahren als Regierungsrätin im Kanton Aargau für das Departement Gesundheit und Soziales verantwortlich. In dieser Zeit vertrat sie den Aargau im Vorstand der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK und amtete als Vizepräsidentin des Beschlussorgans Hochspezialisierte Medizin HSM.

Sie ist aktuell als Präsidentin der Schweizerischen Patientenorganisation SPO sowie Greenpeace tätig und engagiert sich daneben beim ökosozialen Projekt weltweit-essen.ch.

Urs Hepp

Email: hepp@hin.ch
Linkedin: Urs Hepp

Die Integrierte Versorgung ist die Grundvoraussetzung für ein qualitativ hochstehendes und kosteneffizientes Gesundheits- und Sozialwesen. Polymorbidität und chronische Erkrankungen nehmen zu und da ist das Zusammenspiel aller Beteiligten entscheidend. Die Schnittstellen müssen zu Nahtstellen werden.

Urs Hepp ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. 2017 habilitierte er, seit 2014 ist er Titularprofessur an der Universität Zürich. 2016-2021 war er Ärztlicher Direktor der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw), zuvor Chefarzt / Mitglied der Geschäftsleitung der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG).

Seit 2022 ist er selbständig mit der Firma hepp-health GmbH mit den Schwerpunkten Public Mental Health, Integrierte Versorgung, Psyche und Arbeit sowie Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie. Er ist engagiert in Lehre und Forschung.

Er hat das Verwaltungsratspräsidium der WorkMed AG sowie verschiedene Aufsichtsratsmandate inne. Er ist Co-Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie und Psychosomatik (SSCLPP) und Vize-Präsident der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter NKVF.

Forschung: Versorgungsforschung, Public Mental Health, Suizidprävention

Lehrtätigkeit: Public Mental Health, Psychosoziale Medizin, Systemische Psychotherapie

Barbara Gysi

Barbara Gysi, Dipl. Sozialpädagogin & MAS Public Management, ist seit 2011 Nationalrätin und Vizepräsidentin der nationalrätlichen Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N). Sie hat massgeblich an der Pflegeinitiative mitgewirkt. Sie hat massgeblich an der Pflegeinitiative mitgewirkt.

Nebst Einsitz im St. Galler Kantonsrat war sie während 12 Jahren in der Exekutive der Stadt Wil SG, wo sie u.a. die stationäre und ambulante Langzeitpflege weiterentwickelte und gemeinsam mit anderen Gemeinden unter einem Dach zusammenführen und eine Beratungs- und Drehscheibe installieren konnte (www.thurvita.ch). Bereits als Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin arbeitete sie mit systemischen Ansätzen. Die integrierte Versorgung ist ein wichtiges Element für eine qualitative bessere und erst noch günstigere Versorgung zum Nutzen der Patient:innen.

Caroline Gurtner

Patientinnen und Patienten bringen eine relevante Expertise im Umgang mit ihrer Erkrankung mit und können damit einen wichtigen Beitrag zur Lösungsfindung von Gesundheitsproblemen leisten. Die integrierte Versorgung nutzt diesen Ansatz und setzt sich für eine stärkere Beteiligung von Patientinnen und Patienten in der Gesundheitsversorgung ein.

Caroline Gurtner ist Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin und befindet sich derzeit im Doktoratsstudium an der Universität Maastricht, welches sie voraussichtlich 2024 abschliesst.

Sie bringt langjährige berufliche Erfahrung in der psychiatrischen Versorgung, in der angewandten Forschung und Lehre sowie  im Tätigkeitsbereich einer NGO mit Schwerpunkt Sozialpolitik mit.

Die Schwerpunkte ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit umfassen die Themen Shared Decision Making, Personenzentrierung, User Involvement, Partizipation, Community Building, Suizidprävention sowie Qualitätsentwicklung. Caroline Gurtner absolvierte ihr Masterstudium in Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Universität Basel und verfügt über einen CAS in Research in Applied Sciences der Berner Fachhochschule.

Im Rahmen ihrer selbständigen Tätigkeit engagiert sie sich als Co-Präsidentin der akademischen Fachgesellschaft psychiatrische Pflege, als Stiftungsrätin bei der Schweizerischen EPI Stiftung und übt verschiedene Mandate für Projekte, Lehrveranstaltungen sowie Mitarbeit in Gremien und Kommissionen aus.

Marc Cikes

Marc Cikes ist Mediziner und Absolvent zweier CAS in Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement des IEMS Lausanne.

Er war Leiter eines medizinischen Analyselabors, Mitbegründer des Medizinischen Zentrums in Renens und stellvertretender Geschäftsführer der waadtländischen Niederlassung des Ärztenetzes Delta. 

Er beteiligt sich seit mehreren Jahren an der Leitung von Projekten im ambulanten Sektor in der Westschweiz.

Serge Bignens

Serge Bignens ist Professor und Leiter des Instituts für Medizininformatik an der Berner Fachhochschule (BFH).

Seine Forschungs- und Lehreaktivitäten umfassen die Bereiche Befähigung von chronischen Patienten, Patient Reported Outcome Measures (PROMs), mobilen Gesundheits-Applikationen und Gesundheits-Datenökosysteme.

Er besitzt ein MSc in Engineering von der EPFL und ein MAS in Gesundheitsökonomie und -management von der Universität Lausanne und war bei IT Dienstleistungsfirmen als Berater und Manager und danach bei einer kantonalen Gesundheitsdirektion als eHealth Verantwortlicher tätig.

Serge Bignens engagiert sich als Vorstandsmitglied von Swiss Cancer Screening und der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik, ist Gründungsmitglied der MIDATA Genossenschaft und des Vereins ch++ und ist digital Health Experte bei Innosuisse und beim Fachgremium des BAG zur Prävention in der Gesundheitsversorgung.

Nadja Blanchard

Leiterin Marketing & Events

Seit ihrem Master im Bereich Gesellschaftswissenschaften war Nadja Blanchard im In- und Ausland in unterschiedlichen Firmen und Organisationen im Bereich Marketing, Events und Kommunikation tätig.

Diese Erfahrung hat sie in den letzten 10 Jahren durch die Beratung von Nonprofit-Organisation in den Bereichen Strategie und Marketing ergänzt.

Durch den Kontakt mit einer Vielzahl von Organisationen und deren aktuellen Herausforderungen in Themen wie Struktur, Personal und Finanzierung entstand ihr Interesse an der Arbeitswelt 4.0., zu der sie sich stetig weiterbildet. 

Oliver Strehle

Geschäftsführer

Oliver Strehle hat in Nürnberg/Deutschland Sozialwissenschaften studiert und ist 2006 in die Schweiz gezogen.

Knapp 13 Jahre war er bei der Ärztenetz Betriebsgesellschaft MedSolution AG in Zürich tätig und hat dort den Geschäftsbereich Vertrags und Leistungsmanagement geleitet. Während dieser Tätigkeit hat Herr Strehle die verschiedenen Bereiche der Ärztenetze von Budgetmitverantwortung, Behandlungsmanagement, Qualitätsmanagement, Versorgungstransparenz und Organisationsentwicklung kennengelernt und weiterentwickelt.

Bis 2020 war Herr Strehle 3 Jahre im Vorstand von medswiss.net, dem Dachverband der Schweizer Ärztenetze aktiv.

Seit 2017 ist er Verwaltungsratsmitglied der mediX bern AG und seit 2020 Inhaber der Beratungsfirma IKUmed.

Annamaria Müller

Präsidentin

Wir haben eins der teuersten, besten und gerechtesten Gesundheitssysteme der Welt. Trotzdem haben wir Mühe, eine durchgehende und zusammenhängende Gesundheitsversorgung anzubieten. Dies zu ändern, ist unser Ziel.

Nach Abschluss ihres VWL-Studiums an der Uni Bern arbeitete Annamaria Müller als freie Mitarbeiterin bei der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), später als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich.

1997 wechselte sie als Bereichsleiterin Gesundheitsökonomie zurück zur GDK und wurde anschliessend stellvertretende Zentralsekretärin.

2002 wurde Frau Müller Generalsekretärin der FMH. Von 2009 bis 2019 arbeitete sie in der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern als Vorsteherin des Spitalamts.

Seit 2020 ist Frau Müller mit ihrer Firma Amidea GmbH – New Health Care Solutions freischaffend tätig. Sie übt verschiedene Aufsichtsratsmandate aus und hat das Verwaltungsratspräsidium des HFR freiburger spital inne.