Nationales Symposium Integrierte Versorgung

13. Juni 2018

Nationales Symposium Integrierte Versorgung

Integrierte Versorgung: Bund / Kantone / Gemeinden als Spielmacher oder Schiedsrichter?

Bund, Kantone und Gemeinden setzen sich immer stärker für die bessere Integration der Versorgung ein. Was heisst das für Leistungserbringer, Krankenversicherer und Patienten? Das fmc-Symposium 2018 liefert Antworten, Diskussionen und Aussichten.

Gesundheitsversorgung und öffentliche Hand: Da sind wir in der Schweiz grundsätzlich skeptisch, wittern rasch Staatsmedizin. Fast jeder hat schon von monatelangen Wartezeiten oder unterlassenen Therapien in staatlichen Gesundheitssystemen wie England, Schweden oder Dänemark gehört. Das meiste ist masslos übertrieben, vieles falsch: Gerade die genannten Gesundheitssysteme sind uns in zentralen Bereichen wie Nutzen- und Performance-Orientierung, integrierten Patientenpfaden und durchgehend verfügbaren Behandlungsdaten weit voraus; das bezeugen unter anderem internationale Vergleiche der OECD.

Das Symposium 2018 wird vom Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) mit 5 Credits anerkannt.

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Integrierte Versorgung: Mehr oder weniger Staat?
Die Autoren zeigen, wie Kantone und Gemeinden als Entwicklungslabors agieren können. Und sie plädieren für intelligente Koalitionen zwischen öffentlichen Stellen und privaten Anbietern.

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Zudem lassen solche Vorurteile ausgesprochen wichtige Entwicklungen der Medizin und Versorgung ausser Acht: zum Beispiel, wie bedeutsam die Zunahme an hochaltrigen, multimorbiden, chronisch kranken Menschen ist. Diese Menschen benötigen nicht nur medizinisch-pflegerische Betreuung. Fast genauso wichtig sind ihre psycho-sozialen Bedürfnisse, ausserdem juristische (Urteilsfähigkeit der Betroffenen) und finanzielle Aspekte (Ergänzungsleistungen, Hilflosenentschädigung). Aspekte also, die im Verantwortungsbereich von Kantonen und Gemeinden liegen und diese auch erheblich belasten.

Kantone und Gemeinden sind zudem (Mit-)Besitzer von Leistungserbringern wie Spitälern, Psychiatrie oder Pflegeheime und deshalb regelmässig mit Interessenkonflikten konfrontiert: hin- und hergerissen zwischen dem Wohlergehen der Bevölkerung und ihren vielfältigen, teils konkurrierenden Zuständigkeiten in der Gesundheitsversorgung. Folglich sind sie an integrierten, patientenorientierten Versorgungskonzepten interessiert, welche diese Interessenkonflikte reduzieren können.

Das zeigt auch die Entwicklung: Bund, Kantone und Gemeinden nehmen seit einigen Jahren aktivere Rollen in der Integrierten Versorgung ein. Davon zeugen zahlreiche Projekte und Massnahmen, zum Beispiel die «Koordinierte Versorgung» des Bundes, die «Réseaux santé» und das «Programme cantonal Diabète» im Kanton Waadt, der Masterplan Integrierte Versorgung im Kanton Aargau sowie vielfältige Initiativen für regionale und lokale Versorgungnetze in allen Landesteilen.

Das fmc erwartet, dass sich Bund, Kantone und Gemeinden in Zukunft noch viel stärker für die bessere Integration der Versorgung einsetzen und somit zu eigentlichen Spielmachern werden. Doch wie werden sie diese neuen Rollen neben ihren bisherigen Funktionen als Schiedsrichter oder Regulator ausüben? Was sind die Folgen für Leistungserbringer und Krankenversicherer? Was könnte sich für die Patientinnen und Patienten ändern? Mögliche Antworten wird das fmc im Frühjahr 2018 zur Diskussion stellen; Grundlage dafür bildet ein Forschungsmandat, das wir Mitte September vergeben haben.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse daraus präsentieren wir am 13. Juni 2018 beim fmc- Symposium in Bern. Zudem diskutieren wir Strategien und Vernetzungspraktiken (auch digitale), die sich bewähren oder nicht bewährt haben. Und wir suchen nach Ansätzen, wie sich die Interessen von Bund, Kantonen und Gemeinden sinnvoll mit den Interessen der Leistungserbringer und den Bedürfnissen der Patienten verbinden lassen.

Das erwartet Sie 2018

 

  • Keynote-Rerefate
  • Forschungsresultate zu «Aktuelle und künftige Rollen von Bund/Kantonen/Gemeinden in der Integrierten Versorgung»
  • Stellungnahmen und eine Debatte zu den Szenarien, die sich aus den Forschungsresultaten ableiten
  • Abstimmungen
  • Wahl und Vergabe des fmc-Förderpreises 2018
  • Zentraler Veranstaltungsort - Kursaal Bern
  • Interaktive Workshops d/f
  • Meet the Experts
Teilnehmer
  • Ärzte aus Spital und Praxis
  • Apotheker
  • Fachpersonen aus Pflege und Therapie
  • Patienten-Vertreter
  • Führungspersonen aus Ärztenetzen (und ihren Betriebsgesellschaften), Grosspraxen, Spitälern, Reha-Kliniken, Pflegeheimen
  • Führungspersonen aus Leistungserbringer-Verbänden, Gesundheitsligen, Fachorganisationen
  • Behörden und Politik von Bund, Kantonen und Gemeinden
  • Krankenkassen und andere Sozialversicherungen
  • Industrie wie Medizinaltechnik, Pharma, Medizin-Informatik/eHealth, Logistik, Telekommunikation
  • Bildung und Wissenschaft
  • Veranstalter von Parallelsessions
  • Beratung

Das Programm zum fmc-Symposium

Programmübersicht

09:15 Begrüssung und Tagungsziele  

09:25 Ohne Staat keine Integrierte Versorgung - keine Integrierte Versorgung ohne Wettbewerb
  • Dr. David Bosshart
    Trendforscher, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts

09:50 Ergebnisse und Szenarien zur Studie «Aktuelle und künftige Rollen von Bund/Kantonen/Gemeinden in der Integrierten Versorgung»
  • Oliver Kessler, lic. rer. publ.
  • Susanne Gedamke, M.A. Institut für Betriebs- und Regionalökonomie, Hochschule Luzern - Wirtschaft

10:15 Die Sicht von Bund/Kantonen/Gemeinden zu den Szenarien
  • Pascal Strupler, Direktor Bundesamt für Gesundheit
  • Martin Pfister, Gesundheitsdirektor Kanton Zug
  • Jörg Kündig, Gemeindepräsident Gossau/ZH, Vorstand Schweizerischer Gemeindeverband

10:50 Pause  

11:15 Debatte zu den Szenarien
  • Susanne Hochuli, Präsidentin Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz
  • Dr. Reto Dahinden, CEO Swica
  • Séverine Schusselé Filliettaz, Infirmière/MSc, Association PRISM
  • Prof. Dr. med. Andreas Tobler, em. Ärztlicher Direktor Insel-Gruppe
  • Pascal Strupler
  • Martin Pfister
  • Jörg Kündig

12:00 Abstimmung  

12:15 Poster-Rundgang fmc-Förderpreis 2018  

12:45 Stehlunch  

14:00 fmc-Förderpreise 2018 / 2017  

14:45 Parallel-Sessionen  

1: deutsch Diskussion der Szenarien «Künftige Rollen von Bund/Kantonen/Gemeinden in der Integrierten Versorgung»  

2: französisch Diskussion der Szenarien «Künftige Rollen von Bund/Kantonen/Gemeinden in der Integrierten Versorgung»  

3: deutsch Projektpräsentationen, anschliessend Diskussion  

4: deutsch Projektpräsentationen, anschliessend Diskussion  

5: französisch Projektpräsentationen, anschliessend Diskussion  

6: deutsch Die Umwandlung von Krankenhäusern in ambulanten Versorgungsunternehmen - Praxisbeispiele aus Deutschland
  • BMC Bundesverband Managed Care

15:45 Pause  

16:15 Wieviel Staat braucht Integrierte Versorgung? Gedanken eines Doppelbürgers
  • Prof. Dr. Volker Amelung, Internationale Gesundheitssystemforschung, Medizinische Hochschule Hannover

16:55 Verabschiedung  

17:00 Schluss  

17:30 Networking-Apéro (im Kursaal)
  • CHF 60.- pro Person

Preis

In den Preisen inbegriffen sind:
Kaffee und Gipfeli zur Begrüssung, Mineralwasser im Seminarraum, Verpflegung in den Pausen, ein Stehlunch.

fmc-Mitglieder

CHF 410

Nicht-Mitglieder

CHF 550

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Veranstaltungsort

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Kornhausstrasse 3
3000 Bern 22
 

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Ab Hauptbahnhof Bern fährt Sie das Tram Nr. 9 Richtung Wankdorf Bahnhof bis zur Haltestelle Kursaal. Das Tram verkehrt im 10-Minuten-Takt, die Fahrzeit beträgt ca. 5 Minuten.

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