Nationales Symposium Integrierte Versorgung

Save the date: 12. Juni 2019, Kursaal Bern

Ärztenetze und Integrierte Versorgung:
Was koordinieren? Wie kooperieren?

Die Entwicklung der Schweizer Ärztenetze ist eine Erfolgsgeschichte: Sie haben sowohl die Grundversorgung (Primary Care) wie auch die Integrierte Versorgung massgeblich geprägt und vorangebracht. Als Generalisten sind Hausärztinnen und Hausärzte – neben den Patienten – die einzigen, die den gesamten Behandlungsverlauf im Blick haben. Und sie sind in der Lage, Patientinnen über das medizinische Fachwissen hinaus zu beraten, zu begleiten und zu unterstützen. 

Detaillierte Informationen

Drei von zehn Personen in der Schweiz werden in einem Ärztenetz betreut, das einen speziellen Vertrag mit Krankenversicherern hat. Und mehr als die Hälfte der Hausärztinnen und Hausärzte sind einem Netz angeschlossen. Ärztenetze sind also eine tragende Säule der Gesundheitsversorgung in der Schweiz.

Mittlerweile werden Ärztenetze aber stark konkurrenziert: Spitäler gründen oder kaufen Arztpraxen und verbinden den ambulanten mit dem stationären Bereich. Investoren bauen Praxis-Gruppen auf und entwickeln integrierte Behandlungskonzepte über mehrere Stufen. Krankenkassen bieten Versicherungsprodukte an, bei denen die versicherte Person eine Apotheke als primäre Anlaufstelle für gesundheitliche Probleme wählt. 

Die erste Nationale Erhebung Integrierte Versorgung, die das fmc initiierte und das Obsan im Frühjahr 2017 veröffentliche, zeigt eindrücklich die Vielfalt an Akteuren und Initiativen, welche die Behandlung und Betreuung besser koordinieren wollen[1]. Demgegenüber sind selbst namhafte Vertreter von Ärztenetzen der Meinung, dass zum Beispiel die sektorenübergreifende Vernetzung des ganzen Behandlungspfads nur schleppend vorankommt. Und einzelne Versicherer erachten die Gegenleistungen für ihre Steuerungs- oder Qualitätspauschalen zunehmend als ungenügend.

Anderseits verlangt die wichtigste Patientengruppe der Zukunft – betagte, chronisch und mehrfach kranke, häufig demente Menschen – ein Höchstmass an Koordination und Kooperation. Denn diese Menschen benötigen neben medizinisch-pflegerischen Leistungen meist auch soziale Unterstützung. Zudem ist oft juristischer Rat nötig (wenn zum Beispiel die Urteilsfähigkeit zu bestimmen ist). Oder es sind Ergänzungsleistungen zu beantragen. Das heisst: Die Komplexität der Behandlung, Betreuung und Begleitung wird nochmals zunehmen. 

Deshalb widmen wir das Symposium 2019 der Zukunft von Ärztenetzen in der Integrierten Versorgung: Werden sie sich stärker differenzieren oder fokussieren (müssen)? Wie vertiefen sie die Vernetzung mit Spitälern, Spitex oder Pflegeheimen? Umgekehrt: Welche Ansprüche haben andere Leistungserbringer an die Koordination und Kooperation mit Ärztenetzen? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Sozialbereich (und damit den Gemeinden)? Welche Entwicklungen in der Westschweiz finden den Weg in die Deutschschweiz – und umgekehrt? Wie nutzen Ärztenetze die Chancen der Digitalisierung? Entwickeln sie mit Versicherern zusammen neue, performance-orientierte Vergütungsmodelle?

Solche Fragestellungen werden am Morgen in Keynote-Referaten und Tischdiskussionen bearbeitet. Am Nachmittag folgen interprofessionelle Parallel-Sessionen, in denen Lösungsansätze für die bessere Koordination und Kooperation zwischen Netzen, anderen Leistungserbringern und Versicherern präsentiert und diskutiert werden.

Schliesslich wird das fmc-Symposium 2019 von realen Patientinnen und Patienten begleitet und reflektiert. 

[1]Schusselé Filliettaz, S., Kohler, D., Berchtold, P. & Peytremann-Bridevaux, I. (2017). Soins intégrés en Suisse. Résultats de la 1re enquête (2015–2016) (Obsan Dossier 57). Neuchâtel : Observatoire suisse de la santé.

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Veranstaltungsort

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Kongress + Kursaal Bern AG
Kornhausstrasse 3
3000 Bern 22
 

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