«Smarter Healthcare – die Kunst der klugen Integration»

Symposium Rückblick 2017

Vor ein paar Jahren noch bedeutete Integration in der Schweiz vor allem ärztliche Grundversorgernetze. Nach wie vor leisten diese einen wichtigen Beitrag zur Integrierten Versorgung. Gleichzeitig entstand eine Vielzahl an neuen Formen von Integrationsinitiativen. Deren wichtigste Gemeinsamkeit ist die Koordination zwischen den verschiedenen Versorgungssektoren, beispielsweise zwischen Prävention, ambulant, stationär und Langzeitpflege. Eine solche Entwicklung als selbstverständlich oder belanglos zu bezeichnen, würde deren Bedeutung missachten.

Am fmc-Symposium 2017 zeigten wir Smarter Healthcare, künftige Entwicklungen, ebenso Strategien und Vernetzungspraktiken (auch digitale), die sich bewährten (oder nicht bewährt haben). Und es wurde diskutiert, wie sich die Interessen der Leistungserbringer und die Perspektiven der Patienten sinnvoll verbinden lassen.

Keynote 1«Health: get connected or die»

Prof. Christian Lovis, Head of the Division of Medical Information Sciences, University Hospitals of Geneva 

Keynote 2«Cognitive Healthcare Solutions by IBM Watson Health»

Peter A. Haig, Executive Consultant, IBM Research THINKLab – Zurich 

Keynote 3«Intégration des soins: état des réflexions et des projets dans le canton de Vaud»

Stéfanie Monod, Cheffe du service de la santé publique, canton de Vaud

Keynote 4«Smarter Mental Healthcare: Integrierte Psychiatrie»

Prof. Urs Hepp, Ärztlicher Direktor, ipw Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland

Synthese und Take Home Messages aus Tischgesprächen

Prof. Dr. Volker Amelung, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Medizinische Hochschule Hannover

Parallel-Sessionen

Bundesverband Managed Care (BMC)

Neue Dynamik durch den Innovationsfonds – Vorbild für die Schweiz?

Sanacare

Chronic Care, «Management in der Hausarztpraxis»

«Mehr Patientennutzen – Bessere Vergütung durch Integration»

Symposium Rückblick 2016

Rund 340 Fachleute aus allen Landesteilen, Professionen und Disziplinen vernetzten sich am 15. Juni in Bern und diskutierten, wie leistungsabhängige Vergütungsmodelle den Patientennutzen weiter steigern können und welche Risiken dabei zu beachten sind.

Im Berner Kursaal wurde deutlich, dass es in der Gesundheitsversorgung längst kein Tabu mehr ist, auch über die Kosten zu sprechen. Das Schöne daran ist, dass sich qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung und Wirtschaftlichkeit überhaupt nicht ausschliessen, sondern zusammengehören.

Am Symposium drehte sich alles um Qualität und Patientennutzen, und doch – oder gerade deswegen – kam keine Rednerin und kein Redner am Thema Geld vorbei. Alle waren sich einig: Nur wer sich an qualitativ hochwertiger Medizin und Pflege orientiert, arbeitet im Gesundheitswesen wirtschaftlich. Und damit die Leistungserbringenden sich am Nutzen der Patienten statt an der Maximierung des eigenen Einkommens orientieren, braucht es entsprechende Anreize. Damit ist die Diskussion lanciert über das richtige Vergütungssystem – nämlich eines, das Integration und interprofessionelle Zusammenarbeit belohnt.

«Better care is cheaper care»: Mit diesem Satz aus dem Referat von Professor Brent James lässt sich das Leitmotiv des diesjährigen fmc-Symposiums treffend umschreiben.

Rückblick von Anna Sax, Gesundheitsökonomin, Journalistin

Keynote 1Patientennutzen: wem liegt das wirklich am Herzen?

Prof. Dr. med. Peter Suter, Präsident Swiss Medical Board

Keynote 2How Intermountain trimmed health care costs through robust quality improvement

Dr. Brent James, MD, Chief Quality Officer at Intermountain Healthcare ; Executive Director of the Institute for Health Care Delivery Research ; Visiting lecturer at Harvard School of Public Health

Keynote 3Opportunities and Challenges of Integrated Healthcare Systems for Home Based Providers

Dr. Mary Jo Vetter, Clinical Associate Professor, New York University, College of Nursing Doctorate in Nursing Practice, Registered Nurse, Adult Geriatric Primary Care Nurse Practitioner-Board Certified

Keynote 4Neue Vergütungsformen basierend auf der Performance

Daniel H. Schmutz, CEO der Helsana-Gruppe

Synthese und Take Home Messages aus den Tischgesprächen

Prof. Dr. Volker Amelung, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Medizinische Hochschule Hannover

Parallel-Sessionen

Bundesverband Managed Care eV.

Integrierte Versorgung: Performance messbar machen

Präsentation

EQUAM Stiftung

«Das Gelbe vom Ei» – Diskussion über das Gute in der Praxis

Gemeinsame Erhebung des fmc, der Universität Lausanne und des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan

Schweizer Erhebung zur integrierten Versorgung : erste Ergebnisse

Insel Gruppe AG

Das abgestufte Versorgungsmodell der Insel Gruppe als Beispiel einer Integrierten Versorgung

Präsentation

Galenica AG

Herausforderungen an die Gestaltung von neuen Anreizmodellen in Netzwerken mit Apotheken: Konkrete Erfahrungen

 

Die Post

Behandlung und e-Medikation im Kontext von e-Health und integrierter Versorgung

«Sehen Sie mal, was ich sehe!»: mehr Patientensicht, mehr Integration

Symposium Rückblick 2015

In den Keynote-Referaten wurde das Titelthema «Sehen Sie mal, was ich sehe!»: mehr Patientensicht, mehr Integration» aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dr. Christa Baumann zeigte auf, wie sie als Coach die Patientenkompetenz im Alltag fördert. Dr. Andreas Weber schilderte eindrücklich, wie eine patientenzentrierte Betreuung am Lebensende umgesetzt wird und dem Wunsch entsprochen werden kann, zu Hause sterben zu können. Prof. Dr. Antoine Geissbühler zeigte, wie der Kanton Genf dank eHealth die Patientenzentrierung entlang des Behandlungspfades fördert. Adrian Schmid schliesslich führte aus, welches die Erfolgsfaktoren bei der Einführung des elektronischen Patientendossiers sind – und wie dieses zu mehr Patientensicht führt.

In moderierten Tischgesprächen wurde den Fragen nachgegangen, wie weit die Patientenzentrierung und -beteiligung heute entwickelt ist und wie diese gefördert werden kann. Die Ergebnisse der Gespräche werden in die zweite Ausgabe des fmc-Denkstoffs einfliessen, welcher die Patientensicht fundiert behandeln wird.

Die fünf Parallel-Veranstaltungen am Nachmittag deckten ein breites Spektrum ab: die eHealth Challenge mit einem Showcase der Ärztekasse, Hint AG und Post im Auftrag des fmc; Produkte-Präsentationen zu «eLösungen für die Praxis»; ein Atelier zu Chronic Care; kantonale Impulse aus der Waadt und Genf sowie der Workshop des Bundesverbandes Managed Care mit dem obligaten Blick nach Deutschland.

In ihrer abschliessenden Reflexion schlug Christa Baumann vor, den Begriff «patientenzentriert» durch «menschenzentriert» zu ersetzen: «Sehen Sie Ihr Gegenüber als Mensch, der nicht krank ist, sondern eine Krankheit hat. Dadurch öffnet sich ein weites Feld, in dem Ressourcen frei gesetzt werden können, die zur Genesung beitragen.»

Keynote 1Patientenzentrierung - Kommentare zur «Spielidee der Integrierten Versorgung»

Dr. Christa Baumann, Fachärztin FMH für Innere Medizin und Onkologie, Lindenhofspital in Bern

Keynote 2Patientenzentrierte Betreuung am Lebensende

Dr. Andreas Weber, Ärztlicher Leiter des ambulanten und stationären Palliative Care Teams der Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO), Co-Präsident von «palliative zh+sh»

Keynote 3Patientenzentrierung entlang des Behandlungspfades — die Rolle von eHealth

Prof. Dr. Antoine Geissbühler, Directeur du département de radiologie et informatique médicale de l’Université de Genève, Médecin-chef du service de cybersanté et télémédecine des Hôpitaux Universitaires de Genève

Keynote 4Mehr Patientensicht: Kulturwandel und Erfolgsfaktoren bei der Einführung des ePatientendossiers

Adrian Schmid, Leiter eHealth Suisse - Koordinationsorgan eHealth Bund und Kantone

Reflexionen eines «Betroffenen»
Herausforderungen für die Patienten und die Gesellschaft

Dr. Christa Baumann, Fachärztin FMH für Innere Medizin und Onkologie, Lindenhofspital in Bern

Merksätze