fmc Förderpreis Gewinner

Jedes Jahr verleiht fmc einen Förderpreis für herausragende Leistungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Integrierten Versorgungsmodellen im Schweizer Gesundheitswesen. Wir stellen hier die preisgekrönten Projekte der letzten Jahren vor.

JahrGewinnerprojektProjektinformationenPreisträger
2017

ACP-NOPA: gemeinsame vorausschauende Betreuungs- und Notfallplanung ermöglicht selbstbestimmtes Leben bis zuletzt

palliative zh+sh, Zürich

 

Gut 40% der Menschen werden wenige Tage vor ihrem Tod notfallmässig in ein Akutspital eingewiesen und sterben dort. Dies belastet Patient und Angehörige und ist teuer. Sehr oft wären die Notfallsituationen vorhersehbar und könnten auch zu Hause oder im Heim behandelt werden. Voraussetzung ist ein vorheriges Gespräch und schriftliches Festhalten der möglichen Notfallsituationen und Vorgehensweisen. So kann Leiden rasch und wirksam bekämpft werden, Menschen können häufiger am gewünschten Ort sterben und ungewollte Hospitalisationen um mehr als 50% reduziert werden, was signifikante Kosteneinsparungen bringt.

Autorin: Monika Obrist, Zürich
Co-Autor: Dr. Andreas Weber, Wetzikon

2016

„Plan B“ - Interprofessionelle transsektorale Vorausplanung in der Palliativ Care und Betreuung am Lebensende

Inselspital Bern

Unnötige Hospitalisationen bei Menschen mit chronisch progredienten Erkrankungen (CPE) tangiert Patienten, Angehörige, Haus-, Notfall- und Spitalärzte und -pflege gleichermassen. Studien zeigen, dass eine frühzeitige gemeinsame Vorausplanung mit dem Thema „was machen wir wenn“ einschliesslich der Sterbephase die Qualität der Versorgung nachweislich verbessert und die Gesundheitskosten um mehr als ein Drittel gesenkt werden können. Eine lückenhafte Vorausplanung bei CPE kann enorme Folgen in Bezug auf Qualität und Kosten haben.

Abstrakt

 

Poster


Autor: Steffen Eychmüller

2015

Mobiler Schmerzdienst für palliative Tumorpatienten

Universitätsspital, Basel

 

Das Schmerzteam des Universitätsspitals Basel, bestehend aus Pflegenden, Schmerztherapeuten, Anästhesisten und Anästhesiepflegefachleuten, hat sich zum Ziel gemacht, hochspezialisierte Schmerztherapie den Patienten nach Hause zu bringen.

Präsentation

 

Poster


Autor: Wilhelm Ruppen

2014

FamilyStart beider Basel – ein koordinierter Betreuungsservice für Familien nach der Geburt

Netzwerk freipraktizierender Hebammen

Mit der Einführung von Fallpauschalen in den Spitälern werden Mutter und Kind meist schon drei Tage nach der Geburt entlassen. Studien aus den USA zeigen aber, dass frühe Entlassungen ohne häusliche Nachbetreuung zu einem signifikanten Anstieg von Komplikationen führen. Vor diesem Hintergrund entwickelten Gesundheitsfachleute FamilyStart.

Medienbericht

 

fmc Impulse 2014/03 

 
Autorin: Elisabeth Kurth, Barbara Loosli

2013

Onlinepraxis, ein Lösungsansatz für eine zukunftsorientierte Hausarztmedizin

in4medicine, mediX bern, mediX zürich

 

Das Gemeinschaftsprojekt der in4medicine AG mit den Ärztenetzen mediX bern und zürich ist im Kern ein Internetportal, über welches Haus- und Spezialärzte ihren Patienten datenschutzkonforme Online-Konsultationen anbieten.

 

Rückblick Symposium 2013

 

fmc Impulse 2/2013


Autoren: (vlnr): Felix Huber, mediX zürich; Andreas Meer, in4medicine, Adrian Wirthner, mediX bern
2012Koordinierte Versorgung: Was berufstätige, pflegende Angehörige brauchen


Careum F+E

Arbeitgeber erkennen zunehmend, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur Mitarbeitende mit gesunden Kleinkindern betrifft, sondern auch diejenigen mit pflegebedürftigen Angehörigen. Das Gesundheitswesen ist dazu gleich zweifach gefordert. Einerseits ist die koordinierte Versorgung unabdingbar, damit die pflegenden Angehörigen ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Andererseits arbeiten im Gesundheitswesen manche Mitarbeitende in der Doppelrolle als Gesundheitsfachperson und als Angehörige. Im «work & care»-Forschungs- und Praxisprogramm von Careum F+E werden beide Herausforderungen untersucht und Praxistools erarbeitet.

Care Management 4/2012


Autorin: Iren Bischofberger
2011

Ärztenetze fördern Patientensicherheit

Stiftung für Patientensicherheit

Die Resonanz auf die erste Studie über Patientensicherheit bei Grundversorgern in der Schweiz war positiv. Ärzte und medizinische Praxisassistentinnen sind für das Thema offen und stark sensibilisiert. Nun gibt es ein Nachfolgeprojekt der Stiftung für Patientensicherheit zur Notfalltriage am Telefon. Ärztenetze sind Triebfeder der Qualitätssicherung.

Care Management 3/2012


Autorin: Kathrin Gehring

2010

Optimierter Medikamenteneinsatz

Medsolution AG

Ärztenetze können bei einzelnen Medikamentengruppen bis zu 30 Prozent der Kosten einsparen, ohne dass darunter die medizinische Qualität leidet. Mit Unterstützung der Medsolution AG hat sich der optimierte Medikamenteneinsatz zu einem zusätzlichen Standbein für die beteiligten Ärztenetze entwickelt.

Care Management 3/2012


Autoren (v.l.): Oliver Strehle, Christian Marti

2009

Patienten nach Spitalaustritt begleiten

Medizinische Klinik
Kantonsspital Basel

Die Spitalentlassung lässt sich durch den Einsatz von Nurse Care Managerinnen verbessern. Dies zeigt eine randomisierte Pilotstudie regional vernetzter Leistungserbringer im Raum Baden. Auch die Patienten und angehörige sind zufriedener. Das Austrittsmanagement wird weiter optimiert und ein breiter abgestütztes Projekt ist im Aufbau.

Care Management 3/2012


Autoren (v.l.): Jurg Gasser, Lyn Lindpaintner, Hans-Jürg Beer, Monique Sailer, Barbara Cina, Bettina Müller, Susanne Sonntag
2008

Mehr Lebensqualität vor dem Tod

palliative zh+sh

Mit Palliative Care Management lässt sich die letzte Lebensphase für unheilbar Kranke und deren Angehörige besser gestalten. Das zeigen die Erfahrungen einer interprofessionellen Arbeitsgruppe. Zentral ist ein betreuungsplan, der die Bedürfnisse des Patienten erfasst.

Care Management 3/2012


Autoren (v.l.): Thomas Zehnder, Kurt Hess, (v.r) Karl Metzger (GeWint), Andreas Weber (Palliative Care)

2007

Eigenverantwortung stärken

mediX zürich

Integrierte Ärztenetze bauen auf das Vertrauen der Versicherten. mediX zürich kümmert sich mit dem Futuroprogramm gezielt um multimorbide, chronisch kranke Menschen, deren Betreuung eine hohe Steuerungs und Koordinationsverantwortung verlangt.

Care Management 3/2012


Autoren (v.l.): Felix Huber, Andreas Weber