Evidence Based Medicine (EBM)

Evidenz-basierte Medizin (EBM) will mit biostatistischen und epidemiologischen Studien und auf wissenschaftlicher Grundlage (zu) grosse Variabilität und unsichere Qualität der Patientenbehandlung als auch ausufernde Kosten verhindern. EBM meint eine „gewissenhafte, explizite und vernünftige Anwendung der besten medizinischen Informationen in der täglichen klinischen Entscheidungsfindung", nicht in Konkurrenz, sondern in Kombination mit der klinischen Kompetenz. Mit wissenschaftlicher Evidenz unterlegter Standardisierung sollen Ungewissheit reduziert, Prozesse effizienter gestaltet und gemanagt und Fehler vermieden werden. Im klinischen Alltag wird EBM heute bei vielen akuten und chronischen Krankheiten in Form von Behandlungsleitlinien oder Guidelines bzw. in Disease Management Programmen angewandt, die einzelne Diagnose- und Therapieschritte bis ganze Behandlungsphasen empfehlen.

Wichtige Grundlage der EBM ist die Qualifizierung der Evidenz bzw. der verfügbaren Studien anhand der so genannten Evidenzlevel (vgl. Oxford Centre for Evidence-based Medicine):

Level Therapy/Prevention, Quality
1aSystematic Reviews (SR) (with homogenity) of Randomized Controlled Trials (RCTs)
1bIndividual RCT (with narrow Confidence Interval)
1cAll or none
2aSR (with homogeneity) of cohort studies
2bIndividual cohort study (including low quality RCT; e.g., <80% follow-up)
2c"Outcomes" Research; Ecological studies
3aSR (with homogeneity) of case-control studies
3bIndividual Case-Control Study
4Case-series (and poor quality cohort and case-control studies)
5 Expert opinion without explicit critical appraisal, or based on physiology, bench research or "first principles"

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