Demand Management

Demand Management hat zum Ziel, die Nachfrage (Demand) nach Versorgungsleistungen zu steuern. Verbreitet sind dazu telefonische Beratungsdienste oder Telefon-Konsultationsdienste, welche verschiedene Einsatzgebiete umfassen können:

  • Triage: Steuerung und Optimierung des Zugangs zu Leistungserbringern durch Triage der Symptombilder und Beratung der Patientinnen und Patienten vor allem bezüglich Dringlichkeit und Anlaufstelle. Aus fachlichen, ethischen und rechtlichen Gründen werden dabei keine Diagnosen gestellt.
  • Fallmanagement bzw. Disease Management: Vor allem bei chronischen Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder chronischer Herzinsuffizienz ermöglicht die Telefonberatung ein Monitoring krankheitsspezifischer Symptome und verspricht damit eine effektivere Behandlung und verbesserte Compliance der Patienten. Telefonberatung kommt zudem im administrativen Fallmanagement zum Einsatz, beispielsweise zum Follow-up von Patienten nach Spitalentlassung, in Präventionsprojekten oder Screening-Initiativen.
  • Second opinion oder Beratungen: Telefonisch, meist von Patienten eingeholte Zweitbeurteilung oder einfache Beratung vor nicht notfallmässigen Abklärungen oder Eingriffen.
  • Telekonferenzen: In Videokonsultationen können Fragen zu Patienten beispielsweise mit geografisch entfernten Spezialisten diskutiert werden und Behandlungspfade definiert werden.

Die wesentlichen Vorteile von Telefonberatungsdiensten für Patienten sind Verfügbarkeit rund um die Uhr, rascher und einfacher Zugang zu ärztlichen oder pflegerischen Fachpersonen und keine Wartezeiten. Vorteile für Ärzte und andere Fachpersonen sind die Möglichkeit zu häufigerem Follow-up, Reduktion oder Triage vor allem notfallmässiger Arzt- und Hausbesuche ausserhalb der Arbeitszeiten.

Links

 

 

Zurück zum Lexikon