Praxisinformationssysteme

Praxisinformationssysteme (PIS, engl. GP-IS) sind in Grossbritannien oder den skandinavischen Ländern bei 80–90% aller Grundversorger im Einsatz. Sie unterstützen und optimieren die Arbeit in der Praxis durch verschiedene Elemente, welche sich grundsätzlich nicht von jenen eines KIS unterscheiden:

  • Dokumentationssystem (Krankengeschichte, Laborbefunde etc.).
  • Termin- und Adressmanagement
  • Untersuchungsanforderungen (Aufträge an externe Labor-, Röntgen- und andere Institute)
  • Rezeptverschreibung ("ePrescribing")
  • Lagerbewirtschaftungs- und Bestellsystem (z.B. Medikamente)
  • Administration (Leistungserfassung, Codierung, Rechnungsstellung, Übertragung an eine Clearingstelle resp. Trustcenter)
  • Zugang zu online-Wissensdatenbanken (EBM, Medline)

Die zukünftige Bedeutung der Praxisinformationssysteme liegt im Datenaustausch mit Klinikinformationssystem (KIS) von kooperierenden Krankenhäusern. Voraussetzung dafür sind allerdings funktionierende Regelung der Zugriffsberechtigung, standardisierte Schnittstellen und eine sichere Datenübertragung. Wichtig dabei wird die Patientenkarte sein, welche den sicheren Zugriff auf dezentrale oder zentrale Krankengeschichten in PIS oder KIS ermöglichen soll.

Weiterführende Literatur

  • Bhend H. Praxisinformationssysteme der Zukunft. SAEZ 2007; 88: 1439-43

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