Guidelines

Evidenzbasierte Guidelines sind „systematisch entwickelte Aussagen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung von Ärzten, anderen im Gesundheitssystem tätigen Personen und Patienten mit dem Ziel einer angemessenen gesundheitsbezogenen Versorgung in spezifischen klinischen. Guidelines sollen Ärzte, Pflegende und andere Gesundheitsberufe in ihrem Berufsalltag unterstützen, Evidenz-basierte und angemessene klinische Entscheide in der Behandlung und Betreuung von Patienten mit entsprechenden Krankheiten zu fällen und damit die traditionelle hohe Variabilität der Behandlungsmassnahmen zu verringern. Für eine Vielzahl von Krankheiten wurden in den vergangenen Jahren Guidelines entwickelt und publiziert. Dass Guidelines in der täglichen Praxis wirksam zur Anwendung kommen, sind begleitende Implementierungsmassnahmen erforderlich wie Einbezug der Anwender in die Entwicklung der Guidelines, kontinuierliche Weiterentwicklung der Guidelines, eine Verankerung der Leitlinien in den klinischen Entscheidungsabläufen (z.B. beim Disease Management) der jeweiligen Institution bzw. Audit- und Feedback bezüglich Anwendung und Wirkung der Guidelines.

Weiterführende Literatur

  • Berchtold, P., Schmitz, C. & Maier, J. (2012). Guidelines in Schweizer Ärztenetzen. Entwicklung und Bedeutung (Obsan Bericht 51). Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.
  • FMH. Medizinische Guidelines: Voraussetzungen und Anwendung. SAEZ 201495: 52-53

 

 

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