Disease Management

Disease Management-Programme verknüpfen für eine bestimmte Erkrankung sämtliche diagnostischen und therapeutischen Massnahmen von der Prävention über die Diagnose, die Behandlung und die Nachbetreuung zu einem kohärenten Prozess und bauen dabei wo immer möglich auf wissenschaftlicher Evidenz (Guidelines). Disease Management-Programme umfassen auf eine bestimmte Krankheit bezogen Behandlungs- und Betreuungsleitlinien, Zu- und Überweisungsprotokolle, strukturierten (IT-basierten) Informationsaustausch sowie spezifische Weiterbildungs- und Feedback-Massnahmen. Disease Management-Prozesse eignen sich vor allem für chronische Krankheiten mit hoher Inzidenz und Kosten. Typische Beispiele sind chronische Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, COPD und Asthma oder Hypertonie. Wirksame Disease Management-Programme fokussieren folgende Zielsetzungen:

  • Überprüfen der Qualität von Behandlung und Betreuung anhand klinischer, lebensqualitätsbezogener und ökonomischer Messgrössen
  • Anwendung von evidenzbasierten Leitlinien
  • Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und Compliance der Patienten und deren Einbezug in die Entscheidfindung (Partizipative Entscheidfindung).

Weiterführende Literatur

  • SR de Bruin et al. Impact of disease management programs on healthcare expenditures for patients with diabetes, depression, heart failure or chronic obstructive pulmonary disease: a systematic review of the literature. Health Policy. 2011 Jul;101(2):105-21
  • C. Pimouquet. Effectiveness of disease-management programs for improving diabetes care: a meta-analysis. CMAJ. 2011 Feb 8;183(2):E115-27
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